Das Buch zur Idee: alkoholfreie Getränke als Speisebegleiter!

Ein ganzes Buch über alkoholfreie Speisebegleiter? Genau! Harmonie von Speisen und Wein, Food and Wine Pairing – die Königsdisziplin des Sommeliers oder Weinkellners. Und wenn Sie keinen Alkohol trinken möchten? Stilles Wasser. Mineralwasser. Apfelschorle. Colafantasprite. Punkt. Gästen, die keinen Alkohol trinken wollen, wird automatisch der Teil der Getränkekarte empfohlen, der auch für Kinder geeignet ist. Und tatsächlich MUSS man meistens einfach die alkoholische Begleitung wählen, weil die nicht-alkoholische Getränkeauswahl so deprimierend und uninspirierend ist, dass nur Alkohol dieses Dilemma lösen kann.

Die Idee zu diesem Buch bewegt mich schon länger. Tatsächlich vertrage ich nicht besonders gut Alkohol, ich bin Halbjapanerin – die Gene in der Kombination mit fehlenden Enzymen, Sie verstehen? Während meiner Weinausbildung musste ich mehr spucken als schlucken.

Und in den Restaurants: überall dieses uninspirierte Angebot von Wasser und Schorle. Das könnte ja auch spannend sein – wenn das Wasser zum Essen passen würde. Nichts gegen eine gute Saftschorle. Selbst gute Restaurants, gerne auch mit Stern, scheinen sich irgendwie nicht so recht an dieses Thema heranzutrauen. Alkoholfrei. Wie das schon klingt. Spaßfrei. Genussfrei. Wenn Sie sich mal den Spaß machen in größerer Runde essen zu gehen, und aus welchen Gründen auch immer keinen Alkohol trinken möchten – fragen Sie mal den Sommelier nach einer Alternative zum Wein. Die Frage kommt nicht gut an – ich kenne das aus eigener Erfahrung. Meistens lasse mir ein Wasser mit den Kräutern bringen, die in der Speise enthalten sind. Das ist gesichtswahrend für den Weinkellner und Sommelier und ich habe ein Getränk, dass zur Speise passt. In Deutschland scheint dieses Thema langsam Fahrt aufzunehmen – immer mehr gehobene Restaurants bieten passende Getränke zum Essen. Das ist in mehrfacher Hinsicht schlau: alle Gäste fühlen sich gewertschätzt, auch die schwangeren Moslems auf Entzug und: der Pro-Kopf-Umsatz erhöht sich. Die nicht alkoholtrinkenden Gäste sind ja keine Menschen, die nicht gerne Geld ausgeben. Und wenn eine erwachsene  Getränkebegleitung gut ist, dann unterscheiden sich die Rechnungen durch die Tatsache, dass auf der einen Wein vermerkt ist und auf der anderen Getränkebegleitung. Aber nicht durch die Höhe der Rechnung.

Verstehen Sie mich nicht falsch: dies ist kein Buch, das Alkohol verteufeln will. Ich mag Wein. Sehr sogar. Aber manchmal möchte ich eben auch eine anspruchsvolle Getränkebegleitung ohne Alkohol. Oder eben mal nicht leicht angetrunken nach einem Lunch wieder an den Schreibtisch gehen. Geht Ihnen das auch so? Dann riskieren Sie mal einen Blick in mein Buch.

2 Kommentare

  1. Hallo,
    angeregt durch das Interview in der TAZ vom28.1. mit Nicole Klauß will ich nur mitteilen, dass ich vor Kurzem
    QUITTENSAFT (konkret: den von der „Biofirma“ Voelkel) als ideales Getränk zu einer Mahlzeit entdeckt habe. Der besitzt die notwendige Herbheit und „Zurückhaltung“, ist aber dennoch so markant, dass man ihn kräftig mit
    (Mineral-) Wasser verdünnen kann!

    Wolfgang v. Au

    • Lieber Herr von Au, danke für Ihre Nachricht! Wie Sie sehen, ist diese Seite noch im Aufbau…entschuldige Sie bitte die späte Antwort. Wozu haben Sie denn den Quittensaft getrunken?
      Ich habe gute Erfahrungen mit Blauschimmelkäse oder Bergkäse gemacht!

      Herzlich,
      Nicole Klauß
      😉

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